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August 2015, Nimbus-Tour an der Großen Zinne - Sextener Dolomiten

Phantom der Zinne


jedesmal wieder ein beeindruckender Anblick

Für das Jahr 2015 hatte Franz den Vorsatz "jedes Monat a bärige Tour. Daraus entstanden ein paar schöne Berichte...






Die Route stellt wohl die höchsten Anforderungen in den gesamten Dolomiten: die klettertechnischen Schwierigkeiten sind hoch, Normal- und Bohrhaken stecken in teils sehr langen Abständen. Dazwischen muss zusätzlich mit mobilen Sicherungsmitteln abgesichert werden. So stehts geschrieben im Führer der Drei Zinnen. Im Internet liest man ja auch so einiges... über diese Tour. Leichter als angegeben, fester Fels und Chalkspuren markieren den Weg.

Irgendwas dazwischen wird dann wohl am besten zutreffen dachten wir uns, und zogen los.





rechts: vom ersten Meter weg geniale, ausgesetzte und anspruchsvolle Kletterei


Wir kommen gut voran, für mich ist es heute ja schon das zweite Mal. Beim letzten Mal konnte ich die ersten 6 SL alle onsight klettern, heute hat es mich leider schon in der 3 SL abgeworfen. Ich war einfach zu nervös. "Was soll's" denk' ich mir, wenigstens ist das Sturzgelände ideal.

Dank meines extrem schnellen Seilpartners sind wir schon nach 3 Std. am Band der Hasse/Brandler und gönnen uns dort die erste große Pause.





Bilder rechts: ...wir kommen gut voran...



oben: Simon am Stand

oben: ...erstmal a tschik

Ab hier ist es für uns beide Neuland.


5c soll die Seillänge schwer sein...

zum Erholen - dachten wir...


irgendwie sind die vermeintlich leichten SL doch nicht so leicht...


Wir kommen beide mit absolut leeren Armen und ersten Krämpfen an der SSL an.

...und dazu auch noch feucht








In der benachbarten Hasse waren heute ganze 6 Seilschaften unterwegs!

   

Nach der SSL wird es dann noch einmal ernst, die Chalkspuren werden weniger und die Haken irgendwie auch. Die Kletterei bleibt dennoch beeindruckend, steil und athletisch an relativ festem Fels. Leider ist die letzte SL so nass, dass ein Weiterkommen unmög­lich ist.

Egal denkt sich Simon und quert solide 50 Meter nach links auf gut Glück in die Hasse/Brandler. Im Vorstieg bestimmt unangenehm, im Nachstieg für mich mit vollem Haulbag aber mindestens genauso ;-)

Überglücklich und sprachlos gönnen wir uns am Ausstieg noch einmal eine Pause und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Den Abstieg ver­kürzen wir dank einer genialen Abkürzung fix auf 45 minuten bis zum Parkplatz vom großen Band aus.

Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, Schwierigkeit hin oder her, für mich eine der schönsten Routen die ich bisher geklettert bin.




Grüße, Franz


Es kommentierten:

( Hannes ) Gratuliere zu dieser starken Leistung. Wieviel fixes Material steckt denn so im Schnitt pro Länge? Leider sind des diese merkwürdigen Hainz Bohrhaken.

( Franz ) Danke! Die ersten 6 SL. sind gut eingebohrt. Die SSL ist auch gut eingebohrt, danach wird es ein wenig sportlicher, aber auch leichter. Wir hatten 10 Expressen und 4 Cam's bis 2 dabei.