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23. Juli - 21. August 2011

JDAV Mädchen-Expedition nach Albanien

Man nehme:

8 motivierte Mädels
drei Teamer, Bohrhaken, Bohrmaschinen und vieeel Klettermaterial,
stecke alles in zwei Busse und verschiffe sie nach Albanien.

Was dabei raus kommt?


8 Mädels und der Rest...

In unserem Fall die Erstbegehung der 800 Meter hohen Südwand des Arapi, in den Dinarischen Alpen Nordalbaniens.

800 Meter... ganz schön hoch, dacht'  ich mir auch, als ich das erste Mal drunter stand. Naja, wir haben das Beste draus gemacht und nach drei Wochen Arbeit, war sie fertig unsere Route.

Tschkkalakka ihr Name: 20 Seillängen, knappe 1000 Klettermeter, Schwierigkeit: 8-

Insgesamt waren wir 4 Wochen in Albanien. Die erste davon verbrachten wir im Sportklettergebiet Bovilla, in der Nähe der Hauptstadt Albaniens. Um das Land kennen zu lernen und, vor allem um noch mehr Übung im Routen bohren zu bekommen.

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im Klettergarten Bovilla...

Dann ging es weiter über holprige Schotterstraßen, die mehr aus Schlaglöchern als aus Straße bestan­den, in Richtung unseres eigentlichen Ziels, dem Arapi im Tethi-Tal. Ja, von da an wurd's ernst; wir suchten uns eine Linie und starteten Tag für Tag in zweier-Teams in die Wand.

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Das Bohren ist, finde ich eine anstrengende Angele­genheit, die aber auch unheimlich viel Spaß macht. Das tolle ist, daß man Abends sagen kann: Jipiie, wir sind unserem Ziel wieder ein Stück näher :)

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eine anstrengende Angelegenheit...

Unser Ziel haben wir auf jeden Fall erreicht: wenn auch nicht so schnell wie geplant (hauptsächlich weil das Wetter nicht immer so wollte wie wir), sind wir doch fertig geworden und konnten unsere Route auch alle klettern.

Bis wir einen Namen gefunden hatten, hats dann zwar noch eine Weile gedauert, doch auch darüber sind wir uns einig geworden: wir tauften sie Tschakkalakka, was auch sofort von einem kräftigen Regenschauer begrüßt wurde :)

Es ging aber nicht nur ums Klettern, auch haben wir versucht im Dorf etwas zu erreichen. Dort ist es noch Sitte Mädchen mit 16 Jahren zu verheiraten, außer­dem haben die Albaner kein Gefühl für ihre wirklich wunderschöne Umwelt und an jeder Ecke stapeln sich die Müllberge. Wir hoffen wir konnten durch unsere Aktion wenigsten einen kleinen Anstoß geben...

Es waren auf jeden Fall vier geniale Wochen für uns alle, die ich nicht erlebt hätte, hätte mir der liebe Hans nicht das Klettern beigebracht :)


Grüße, Veronika