Kletterblog von Franz Wagner

Willkommen im Kletterblog von Franz Wagner.
Franz Wagner ist seit Jahren einer der engagiertesten Kletterer aus Peißenberg und schreibt hier aufgrund seines Vorsatzes für 2015 - "jeden Monat a bärige Tour" - über seine Touren :-))

Login    1 2 



August 2015
Große Zinne, Dolomiten

Phantom der Zinne


Die Route stellt wohl die höchsten Anforderungen in den gesamten Dolomiten: die klettertechnischen Schwierigkeiten sind hoch, Normal- und Bohrhaken stecken in teils sehr langen Abständen dazwischen muss zusätzlich mit mobilen Sicherungsmitteln abgesichert werden. So stehts geschrieben im Führer der Drei Zinnen.
Im Internet liest man ja auch so einiges...
über diese Tour. Leichter als angegeben, fester Fels und Chalkspuren markieren den Weg.

Irgendwas dazwischen wird dann wohl am besten zutreffen dachten wir uns, und zogen los.


Jedesmal wieder ein beeindruckender Anblick


Vom ersten Meter weg geniale, ausgesetzte und anspruchsvolle Kletterei




Wir kommen gut voran, für mich ist es heute ja schon das zweite mal, beim letzten mal konnte ich die ersten 6 Sl alle onsight klettern, heute hat es mich leider schon in der 3 SL abgeworfen. Ich war einfach zu nervös, was solls denk ich mir, wenigstens ist das Sturzgelände ideal. Dank meines extrem schnellen Seilpartners sind wir schon nach 3 Std. am Band der Hasse/Brandler und gönnen uns dort die erste große Pause. Ab hier ist es für uns beide Neuland.


"
...erstmal a tschik




"
5c soll die Seillänge schwer sein, zum Erholen dachten wir...

Irgendwie sind die vermeintlich leichten SL doch nicht so leicht, und nass waren sie auch noch. Wir kommen beide mit absolut leeren Armen und ersten Krämpfen an der SSL an.



In der benachbarten Hasse waren heute ganze 6 Seilschaften unterwegs!!





Nach der SSL wird es dann nocheinmal ernst, die Chalkspuren werden weniger und die Haken irgendwie auch. Die kletterei bleibt dennoch beeindruckend, steil und athletisch an relativ festem Fels. Leider ist die letzte SL so nass, dass ein weiterkommen unmöglich ist. Egal denkt sich Simon und quert solide 50 mtr. nach links auf gut Glück in die Hasse/Brandler rein, im Vorstieg bestimmt unangenehm im Nachstieg für mich mit vollem Haulbag aber mindestens genauso ;)

"

überglücklich und Sprachlos gönnen wir uns am Ausstieg nocheinmal eine Pause und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Den Abstieg verkürzen wir dank einer genialen Abkürzung fix auf 45 minuten bis zum Parkplatz vom großen Band aus.
Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, Schwierigkeit hin oder her, für mich eine der schönsten Routen die ich bisher geklettert bin.

( Hannes )    Gratuliere zu dieser starken Leistung. Wieviel fixes Material steckt denn so im Schnitt pro Länge? Leider sind des diese merkwürdigen Hainz Bohrhaken. An Gruaß, Hannes
( Franz )    Danke, die ersten 6 SL. sind gut eingebohrt. Die SSL ist auch gut eingebohrt, danach wird es ein wenig sportlicher, aber auch leichter. Wir hatten 10 Expressen und 4 Cam's bis 2 dabei.


(c) Franz Wagner, eingetragen am 22. 11. 2015, 18:12 Uhr






Mai
Tessin, Pizzo d\'Eus

Vai Col Blues































(c) Franz Wagner, eingetragen am 29. 05. 2015, 09:18 Uhr






Februar

Bayerisch-Chamonix und Seebenseefälle



Wenig Schnee angenehme Temperaturen und super Wetter, höchste Zeit um mal wieder an die Geierköpfe zu schaun. Leider war vor uns anscheinend noch keiner oben in diesem Winter was erhebliche Spurarbeit erforderte. Die erste Seillänge war dann gleich mal ein kerniger Warm Up, dank so gut wie keinem Eis.






...eigentlich eine gute Abfahrt



Andi in der ersten M6 Seillänge



Die erste M7 Seillänge ist ein ganz schöner Eiertanz, aber trotzdem ziemlich cool zu klettern.






Geniale Kletterei, und ziemlich ausgesetzt



...am Ende des Quergangs ist es besser leicht linkshaltend hochzuklettern. I hab des ned gecheckt bin geradeaus hoch und gleich mal am Stand vorbeigeklettert. Als alternative mussten dann meine Eisgeräte und ein wackliger freund herhalten im Geierbruch....






Endlich im dritten Anlauf am Gipfel



Runter gings mit ein wenig Zeitdruck zügig über die Abseilpiste, und im Laufschritt zum Auto. Aufm Bergwachtball am selben Abend erfuhr ich dann dass der Seebenseefall anscheinend gut steht. Mit einem fiesen Kater und an gscheiten Muskelkater gings dann also nach Ehrwald zum Seebenseefall. I hab mir schon gedacht dass "ein bisserl" was los ist, aber dass wir dann mit noch zwei Seilschaften in der Tour sind hätte ich nicht erwartet. Die ersten Zwei Seillängen sind noch kein Stress da ma nie direkt unter den anderen klettert. In der dritten ist das dann schon eher unangenehm hinter zwei Seilschaften herzuklettern...















Die letzte Seillänge ist nochmal ordentlich steil und geil, danke Xari fürs zeughängenlassen.












Die Variante Abstieg via Klettersteig ist so ziemlich dass letzte, wir fandens sogar fast noch schwerer wie den Fall selbst :D also lieber abseilen.

(c) Franz Wagner, eingetragen am 1. 03. 2015, 09:26 Uhr





1 2